Diamant Schuhfabrik
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Die Schuhfabrik
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1873: Begründung der Schuhmachertradition
Werbeanzeige aus dem 19. Jahrhundert von Schuhmachermeister Eberhard Müller. Schuhmachermeister Eberhard Müller * 1846 bis † 1925An seinem Hochzeitstag dem 19. Mai 1873 eröffnet der Schuhmachermeister Eberhard Müller sein Ladengeschäft "für die Herstellung von naturgemäßen Schuhen" in der Ziegelgasse 12 am Liebfrauenberg in Frankfurt am Main. Der "Techniker für naturgemässe Fussbekleidung" fertigt hier seinen "Angulus-Schuh" und gibt darauf die "Einzige Garantie zur Heilung aller organischen Fussleiden."

Seine Söhne August, Anton, Eberhard II. und Otto I. werden die Orthopädie- und Schuhmachertradition der Familie Müller bereits in Deutschland, Russland und der Schweiz weiter fortführen.

1913: Angulus-Schuh erlangt Patent
1913: Angulus-Schuh erlangt Patent Nach langer Entwicklungszeit erlangt Eberhard Müller vom Kaiserlichen Patentamt das Patent für seinen Angulus-Schuh, welches jedoch schließlich erst am 16. Juni 1916 ausgestellt werden kann. Das Angulus-System (Angulus = griech.: Winkel) berücksichtigt die natürliche Fußform bei der Herstellung von Schuhen, eine Entwicklung die wegweisend im schuhorthopädischen Bereich sein wird und später viele Schuhmachermeister beeinflusst.

1905-1922: Orthopädischer Betrieb in St. Petersburg
Die vier Brüder Müller: August, Otto, Eberhard und AntonEberhards Söhne August, Anton und Eberhard II. führen einen orthopädischen Betrieb in St. Petersburg in Russland. Infolge der russischen Revolution werden August und Anton nach Sibirien verschleppt und kehren nie wieder zurück. Nur Eberhard II. entgeht diesem Schicksal durch Glück: Er ist zum Zeitpunkt der Tragödie auf einem Urlaubsaufenthalt bei seinen Eltern und seinem Bruder Otto in Frankfurt am Main.

1913/14: Angulus-Schuhproduktion unter Lizenz
Angulus-Schuhe werden ab 1913 industriell gefertigtDer Angulus-Schuh findet schnell Beachtung unter Schuhmachern, auch die Schuhindustrie ist aufmerksam geworden. Unter Lizenzvergabe werden orthopädische Schuhe hergestellt bei denen das Angulus-System Anwendung findet. Die ersten externen Schuhfabriken, die industriell Angulus-Schuhe produzieren, befinden sich ab 1913 in Schweinfurt am Main und ab 1914 auch in Kreuzlingen in der Schweiz. Über die Produktion in der Schweiz wird Eberhard Müllers Angulus-Schuh auch in Italien, der Schuhmetropole Europas bekannt.

1917: Berufung in die Schweiz
Eberhard II. und Otto I. bei der Arbeit in Luzern 1917Während des 1. Weltkrieges wird Eberhard Müller aufgrund seiner Fertigkeiten zum technischen Leiter der Werkstätten der Deutschen Orthopädischen Anstalt (DOA) nach Stansstad in der Schweiz berufen, wo Prothesen, Stützapparate und orthopädische Schuhe für Kriegsinvalide hergstellt werden. Ein Teil der Werkstätten befinden sich ebenfalls in Luzern, in der Theaterstraße 3. Aufgrund seines hohen Alters unterstützen ihn seine Söhne Eberhard II. und Otto I. tatkräftig in der Artbeit sowie in der Leitung der Angestellten.

1919: Betrieb in Luzern
Als die Versorgung der Kriegsverletzten von Seiten der DOA eingestellt wird, übernehmen Eberhard II. und Otto I. (Eberhards Söhne) am 15. September 1919 den Betrieb in Luzern vom deutschen Staat. Die Geschäftsfelder der "Müller Gebrüder" sind seitdem die Orthopädie-Technik sowie die Orthopädie-Schuhtechnik mit angeschlossenem Schuhgeschäft.

1925: Eberhard Müller * 1846 bis † 1925
Geboren am 05.05.1846 in Oberursel (Taunus), gestorben am 01.03.1925 in Frankfurt am Main.

1928: Rückkehr nach Frankfurt am Main
Angulus-Schuhhaus Bethmannstrasse 56 Schuhfabrikant Otto Müller I. * 1881 bis † 1945Nachdem Eberhard Müller 1925 verstorben war, kehrt Sohn Otto I. nach Deutschland in den elterlichen Betrieb in Frankfurt am Main zurück und übernimmt diesen schließlich. Das Angulus-System seines Vaters ist mitlerweile international bekannt und beachtet, was nicht zuletzt auch durch den Rückenwind der Goldenen Zwanziger geschehen konnte. Zwar ist Otto Müller senior auch gelernter Schuhmacher, doch steckt in ihm auch der große unternehmerische Drang die Marke Angulus weiter aufzubauen und das Familienunternehmen auf die nächste Stufe zu stellen. Es entstehen weitere Verkaufsstellen, unter anderem ein exklusives Angulus-Schuhhaus in der Bethmannstraße 56 am Kaiserplatz, direkt gegenüber dem Frankfurter Hof, welches auch die neue Geschäftsstelle wird.

1938: Industrielle Schuhproduktion
Ein Angulus-Patos Damenschuh aus dem Zeitraum 1935 bis 1955.Im Jahre 1938 erwirbt Otto Müller senior die Patos-Schuhfabrik in der Mainzer Landstraße 225/227 in Frankfurt am Main. Er setzt damit sein Vorhaben um, nunmehr selbst orthopädische Angulus-Schuhe produzieren zu können.

Er beginnt mit der industriellen Produktion von Angulus-Schuhen und fertigt auch die Marke Patos weiterhin. Unter der neuen Firmierung Angulus-Patos Schuhfabrik werden orthopädische sowie modische Damen- und Herrenschuhe hergestellt.

1945: Otto Müller I. * 1881 bis † 1945
Geboren am 21.02.1881 in Frankfurt am Main, gestorben am 26.03.1945 in Frankfurt am Main.

1945: Tragödie der letzten Kriegstage in Frankfurt
Schuhfabrikant Otto Müller II. * 1919 bis † 2005 Frankfurt am Main 1945Im Radio vernimmt Otto Müller senior die Meldung, Sachsenhausen sei durch die Alliierten befreit. Als er vor Freude über die Meldung auf seinen Balkon in der Schweizer Str. 5 auf der Sachsenhausener-Seite von Frankfurt tritt, wird er von einem ersten Schuß eines deutschen Flak-Geschützes erfasst. Die letzten verbliebenen deutschen Truppen haben sich auf der anderen Seite des Main-Ufers positioniert und begonnen Sachsenhausen unter Feuer zu nehmen. Der Firmeninhaber der Angulus-Patos Schuhfabrik fällt dem vorletzten Kriegstag in Frankfurt als Zivilist zum Opfer. Der ältere Bruder Wolfgang, einst vorgesehen für die Unternehmensnachfolge, stirbt zwei Jahre zuvor an der Front. Als der jüngere Bruder und Soldat Otto junior in Schwerin die Meldung über den Tod des Vaters vernimmt, setzt er unverzüglich zu einem dreiwöchigen Fußmarsch nach Frankfurt an um der Mutter beizustehen.Voller Trauer übernimmt Otto Müller junior nach dem Tod seines Bruders Wolfgang und seines Vaters Otto mit 26 Jahren das Familienunternehmen. Für die Familie, die Belegschaft und das Unternehmen ist es eine schwere Zeit.

1947: Die Schuhfabrik in der Nachkriegszeit
1947 Angulus-Patos Schuhfabrik in der Ohmstrasse 48 in Frankfurt am MainNach Kriegsende ist Frankfurt am Main vom Luftkrieg in weiten Teilen zerstört, so auch die Angulus-Patos Schuhfabrik. In seinen Erinnerungen schreibt Otto Müller junior:

"Im März 1944 wurde unsere Fabrik in der Mainzer Landstrasse 225/227 durch Spreng- und Brandbomben total zerstört. In der damaligen Moltke-Allee, jetzt Hamburger-Allee (zwischen Festhalle und dem Westbahnhof) bekamen wir im Bosch-Haus eine provisorische Unterkunft. Die verbrannten Maschinen wurden dort von unseren Mitarbeitern instandgesetzt, sodass schon im Herbst 1944 die Produktion im kleinen Umfang wieder anlaufen konnte. Anfang 1947 suchten wir nach besseren Räumen. Wir fanden sie - nicht weit entfernt - in der Ohmstrasse. Dort stand ein - zwar ausgebranntes - massives Gebäude, ohne Fenster und Zwischenwände. Wir hatten einen guten, alten Schreiner, Herrn Dinges. Er begann sofort mit der Anfertigung von Fenstern. Auf dem Foto ist das von uns gemietete rechte Gebäude-Teil zu sehen, mit den neuen Fenstern. Der Umzugs-Transport erfolgte zum grossen Teil mit einem 4-rädrigen - von zwei Pferden gezogenen - Holzwagen !"

Bilder der Angulus-Patos Schuhfabrik in der Ohmstr. 48
Zuschneiderei in der Angulus-Patos SchuhfabrikZuschneider in der Angulus-Patos SchuhfabrikStepperei in der Angulus-Patos SchuhfabrikNäherin in der Angulus-Patos SchuhfabrikZwickerei in der Angulus-Patos SchuhfabrikZwicker in der Angulus-Patos SchuhfabrikSohlenpresse in der Angulus-Patos SchuhfabrikFinish in der Angulus-Patos Schuhfabrik 1947-57: Schwierige Zeiten
Die Schuhproduktion kann unter den schwierigen Bedingungen nur sehr langsam anlaufen. Es fehlt an allem: Material, Maschinen, Mitarbeiter, Handwerker und Monteure sind kaum oder nur sehr schwer zu bekommen. Der Absatzmarkt ist nach dem Krieg kaum vorhanden, die Menschen geben ihr Geld nur für das Nötigste aus. Trotz der schwierigen Lage schaut man optimistisch in die Zukunft und hilft sich selbst. Die Belegschaft wächst zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammen, ein Familiengefüge entsteht.

1947 Weihnachtsfeier

Der Betrieb bietet in seiner Kantine Mittagessen für die Belegschaft und deren Familien an, druckt kleine Taschenfahrpläne damit sich die Mitarbeiter im öffentlichen Nahverkehr zurecht finden und versucht mit seinen begrenzten Mitteln eine angenehme Athmosphäre in der unsicheren Zeit zu schaffen. Vor der Währungsreform am 20.06.1948 gibt es kaum etwas zu kaufen, so beschafft sich der junge Unternehmer Otto Müller Kochtöpfe und Konserven im Tauschgeschäft mit anderen Betrieben, um seiner Belegschaft zur Weihnachtsfeier 1947 eine kleine Freude machen zu können. Gegen Mitte der 1950er Jahre verbessert sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland und Europa. Die Währungsreform und das Wirtschafts-Wiederaufbauprogramm der USA (Marshall-Plan 1948 bis 1952) erzielen die geplante Wirkung. Auch die Angulus-Patos Schuhfabrik erholt sich langsam und kann wieder erste Gewinne erzielen.

Unter der Marke Angulus werden vermehrt modische Damen- und Herrenschuhe ohne den rein orthopädischen Grundaufbau produziert. Zwar fließt in die modische Schuhherstellung auch die Erfahrung mit dem Angulus-System ein, für die orthopädischen Spezial-Schuhe reicht die Nachfrage jedoch nicht mehr aus um sie rentabel herzustellen. Um die Tradition aufrecht zu erhalten, lässt Otto Müller junior die rein orthopädischen Schuhe von den spezialisierten Schuhfabriken Neuffer (Pirmasens von 1953 bis 1959) sowie Chasalla (Kassel ab 1959) in Lizenzvergabe und in kleinen Paarzahlen weiter produzieren um die Nachfrage seiner Händler diesbezüglich noch abzudecken.

1953: Erfolg mit Sandalen der Linie "Rapallo"
1953 Modell 900 Sandale Rapallo Aus seinem Sommerurlaub im Badeort Rapallo bringt der technische Betriebsleiter Herr Erich Beyrodt eine modische Sandale mit. Er überzeugt seinen Chef, dass man mit wenig Zusatzaufwand eine solch modische Sommersandale ebenfalls produzieren könnte. Otto Müller vertraut auf seinen Mitarbeiter und nennt den neuen Artikel Modell 900 mit dem Zusatz "Rapallo", dem Namen des Herkunftsorts.

1956 Logo Rapallo von Erich Dittmann

Nachdem die Nachfrage für Angulus Rapallo Sandalen ungebrochen ansteigt, wird ein passender Schuhkarton mit eigenem Markennamen von dem bekannten Frankfurter Maler Erich Dittmann entworfen. Die Sandalen entwickeln sich zu einem Erfolg, worauf eine ganze Sandalen-Linie mit dem Namen Rapallo folgt. Hier werden erste Erfahrungen gesammelt, die später in der Produktion von Tanzschuhen ihre Anwendung finden werden.

Angulus Rapallo Messestand 1 Angulus Rapallo Messestand 2

Als sich abzeichnet, dass Rapallo bei den Händlern zum Verkaufsschlager avanciert, nutzt Otto Müller die Gelegenheit und erweitert die Rapallo-Linie um Sandaletten (feminine Sandalen mit höheren Absätzen) und bietet vereinzelt auch geschlossene Damen-Pumps unter dem Namen Rapallo an. Er nutzt das positive Rapallo-Image bei den Händlern aus um wieder zur Herstellung geschlossener Schuhe zurückzukommen. Die Sommer-Sandale ist für ihn jedoch nicht nur Mittel zum Zweck. Er wird den Sandalen noch lange die Treue halten. Auf Schuhmessen, von anderen Schuhfabrikanten ein wenig belächelt für das niedere Schuhwerk, präsentiert Otto Müller stolz seine Rapallo-Sandalen mit fantasievollen Messe-Auftritten. Die UFA-Wochenschau zeigt seine Sandalen sogar im Kino vor dem Hauptfilm.

1957: Neubau in Bad Soden am Taunus
1958 Angulus Schuhfabrik in der Königsteinerstraße 2 in Bad Soden am TaunusIn Folge des wirtschaftlichen Aufschwungs wird es zunehmend teurer in Frankfurt zu produzieren. Zudem wünscht Otto Müller

"der Unruhe und Hast der Großstadt zu entfliehen, eine schöne Umgebung zu haben, nicht beengt zu sein, zwischen grauen Fabriken und Hochhäusern, für die Mitarbeiter möglichst kurze Wege von und zur Arbeitsstätte."

Nachdem sein Vater bereits eine Schuhfabrik übernommen und selbst industriell Angulus-Schuhe fertigen konnte, erfüllt sich Otto Müller seinen sehnlichsten Wunsch: Er baut seine eigene Fabrik in der Kurstadt Bad Soden am Taunus. Es entsteht ein zweistöckiges Bürogebäude mit angeschlossener Produktionshalle. Im hinteren Teil des Geländes entsteht eine große Lagerhalle.

1958 Angulus Schuhproduktion in Bad Soden am Taunus

Bereits zwei Jahre zuvor ändert er bereits die Firmierung, um auf dieses Ereignis hinzuarbeiten. Der Zusatz "Patos" der einst übernommenen Patos Schuhfabrik wird abgelegt und die Firmierung am 01. Februar 1954 auf "Angulus Schuhfabrik Otto Müller K.G." geändert. Jetzt kann Otto Müller unter dem Markennamen seiner Väter in der eigens für diesen Zweck erbauten Fabrik die Familientradition auf der nächsten Ebene fortführen. Im Sommer 1958 wird die Produktion in Bad Soden aufgenommen. Neben der erfolgreichen Rapallo-Linie werden jetzt zunehmend Braut- und Abendschuhe von der aus Frankfurt mitgezogenen Belegschaft gefertigt.

1969: Braut- und Abendschuhe liefert Angulus
1974 Angulus Katalog 1972 Angulus Messestand GDSDie Rapallo Sandalen führten die Angulus Schuhfabrik aus der schweren Nachkriegszeit heraus indem das Unternehmen wieder Gewinne erzielen konnte. Im Jahre 1969 wird die Produktion von Rapallo nach über 15 Jahren eingestellt um die Ausrichtung auf Braut- und Abendschuhe weiter voranzutreiben. Mit der hochwertigen und erfolgreichen Marke Angulus tritt Otto Müller nun selbstbewusst in den Vordergrund und ist auf allen großen Austellungen und Messen präsent. Der Stand auf der wichtigen GDS in Düsseldorf wird jedes Jahr imposanter in Szene gesetzt. Die Angulus Kataloge werden ebenfalls farbenfroher und modischer gestaltet.

1975: Erste Diamant Tanzschuhkollektion
1975 Erste Angulus Diamant TanzschuhkollektionDie Abendschuhe von Angulus finden immer häufiger den Weg auf das Tanzparkett. Nachdem vermehrt Anregungen aus dem Bereich des Tanzsports an Otto Müller herangetragen werden, bringt er eine modifizierte Linie seiner Abendschuhe mit dem Zusatz "Diamant" heraus. Die "angulus Diamant-Tanzsportschuhe" sind elegante Varianten der Angulus Abendschuhe die speziell für die Anforderungen des Tanzsports angepasst wurden. Aufgrund der "extrem biegsamen 2,7 mm starken Spezial-Chromleder-Laufsohle" können Tänzerinnen nun auf dem Parkett-Boden gleiten, fester Halt wird durch eine "Knöchelspange" gewährleistet. Die Tanzsportschuhe, zunächst als Zusatzangebot gedacht, werden zu Anfang noch verhalten von den Endkunden angenommen.

Jedoch sieht Otto Müller das Potential in diesem Nischenprodukt und will es weiter verbessern. In den folgenden Jahren werden "Diamant Tanzsportschuhe" einen stetig wachsenden Bereich in der Angulus Schuhfabrik ausmachen. Die Linie "Diamant" wird von Händlern und Endkunden zunehmend als Marke aufgefasst, aus dem Ausland wächst die Nachfrage nach den neuen Tanzsportschuhen aus Bad Soden am Taunus. Der über 100 Jahre verwendete Name "Angulus" tritt langsam in den Hintergrund.

1979: Geschäftsführung durch Thomas Otto Müller
Schuhfabrikant Thomas Müller (Bild von 1987) angulus Diamant Schuhfabrik 1979 Diamant Tanzsportschuhe haben gegenüber den Schuhen der Angulus-Reihe an Priorität zugelegt. Die künftige Ausrichtung des Unternehmens auf den Tanzsportbereich zeichnet sich ab. Um mit dem Wachstum schritt zu halten finden zahlreiche Erweiterungen auf dem Unternehmensgelände statt. Der alte Bürokomplex wird um zwei Stockwerke erhöht und um einen Anbau mit Wohnung erweitert. Der Produktionshalle wird ein Schuhlager angeschlossen und auf der Rückseite des Geländes ein großer Firmenparkplatz angelegt. Zudem wird dem Gebäude ein Pavillon vorgesetzt.

Um die neuen Wege kraftvoll anzugehen, übernimmt Thomas Otto Müller die Geschäftsführung im Alter von 30 Jahren. Bereits 1966 hatte Thomas Müller seine Arbeit im Familienunternehmen aufgenommen und 1973 die Ausbildung zum Schuhmodelleur abgeschlossen. Sein Handwerk lernte er an der ARS Sutoria, dem renommierten Kolleg für Schuhdesign in Mailand.

1982: Spezialisierung auf Tanzschuhe
1982 Diamant Tanzschuhe Katalog Die Produktion der Angulus Braut- und Abendschuhe wird gänzlich eingestellt. Das Unternehmen informiert alle Händler, dass fortan ausschließlich Tanzschuhe produziert werden. Der neue Katalog trägt die Aufschrift "Diamant Tanzschuhe - Made in Germany" und enthält nur noch Tanzschuhe. Ein separater Angulus-Katalog erscheint nicht mehr.

Aus der Angulus-Linie "Diamant" ist nun die eigenständige Tanzsportmarke Diamant geworden. Aus diesem Grund wird die Marke in den Firmennamen integriert. Das Unternehmen firmiert sich neu unter dem Namen "Angulus Diamant Schuhfabrik Otto Müller KG". Zwar wird kein Schuh mehr mit dem Namen Angulus versehen, den über Generationen geprägten Markennamen Angulus kann Inhaber Otto Müller jedoch noch nicht ablegen.

1992: Vergrößerung der Produktion
1992 Neue Halle1992 Diamant Tanzschuhe Katalog Die Spezialisierung auf Tanzschuhe ist ein Erfolg. Die Diamant Schuhfabrik Otto Müller KG, der Name Angulus wurde 1989 endgültig abgelegt, vergrößert ihre Kapazitäten um der hohen Nachfrage nachzukommen. Auf das Schuhlager wird eine weitere Produktionshalle aufgesetzt. In der neuen Halle findet die Schaftherstellung ihren Platz. In der alten Produktionshalle verbleibt die Bodenmontage und die Finish-Abteilung.

1992 Technischer Leiter Olaf Hohmann Die Produktionserweiterung und die Anstellung von mehr Personal fordert viel von der Unternehmensführung. Aus diesem Grund wird ein "Nachwuchs-Techniker für eine abwechslungsreiche und ausbaufähige Position" gesucht. Das Unternehmen macht einen Glücksgriff. Schnell wird der "Nachwuchs-Techniker" Olaf Hohmann zum technischen Leiter und Prokuristen des Unternehmens. Die Modernisierung der Produktion, die Entwicklung der EDV und Warenwirtschaft sowie das äußere Erscheinungsbild des Unternehmens werden von ihm maßgeblich geprägt.

1995: Erste Internetpräsenz
1995: Erste Internetpräsenz Mitte der Neunziger Jahre bemühen sich viele deutsche Unternehmen auch im Internet präsent zu sein, die Möglichkeiten der Präsentation und Kommunikation stecken aber noch in den Kinderschuhen. So geht auch die Diamant Schuhfabrik unter der Domain www.diamant.net mit seiner ersten Internetseite den Weg ins World Wide Web. Auf der Internetseite werden unter anderem die Modelle der aktuellen Kollektion präsentiert. In den Folgejahren wird die Internetseite immer weiter ausgebaut und um zusätzliche Inhalte wie etwa ein umfangreiches Tanzlexikon ergänzt.

1996: Umstellung auf Lager- und Produktionsware
Lagerware Mod. 095-075-038 Durchlaufregal im Warenlager Um die eigenen Händler schneller beliefern und um saisonale Schwankungen in der Nachfrage nach Tanzschuhen besser ausgleichen zu können, wird ein großes Warenlager mit Durchlaufregalen angelegt. Ausgesuchte Modelle können jetzt als Lagermodell angeboten und in wenigen Stunden versandfertig gemacht werden. In den kommenden Jahren werden in etwa 100 verschiedene Modelle in allen gängigen Größen jedes Jahr fest ans Lager genommen, die dann im Diamant Katalog zu finden sind.

Produktionsware Mod. 095-025-326 Nach wie vor können Diamant Händler jedes Modell mit individueller Material-, Fußweiten- und Absatzkombination in Auftrag geben. Diese Modelle werden als Produktionsware geführt und haben eine Produktionszeit von ca. 6 Wochen. Ein Diamant Händler kann somit eine individuelle Kollektion gestalten und sich von der Masse abheben oder Anfragen von Tanzformationen bedienen. Ab 9 Paar können diese Sonderanfertigungen ohne Aufpreis in Auftrag gegeben werden. Sonderbestellungen von Produktionsware sind auch bereits ab 5 Paar für einen geringen Aufpreis erhältlich.

1998: Jubiläumsfeier "Schuhmacher seit 125 Jahren"
1998 Jubiläumsfestschrift 1998 JubiläumsfeierDas Unternehmen Diamant feiert mit der gesamten Belegschaft, Händlern, Lieferanten und Vertretern von verschiedenen Verbänden das 125 jährige Bestehen des Familienbetriebs. Otto Müller, der den Familienbetrieb in der schweren Nachkriegszeit mutig wieder aufgebaut hat, blickt gemeinsam mit Sohn Thomas Müller auf ein Unternehmen, dass es mit der Marke Diamant durch Spezialisierung weltweit zu einer festen Größe im Tanzsportsektor geschafft hat. Zum 125. Jubiläum erscheint eine Festschrift, die Gründung, Entwicklung und aktuellen Stand des Unternehmens beschreibt.

2003: Online-Bestellsystem für Händler
Im Juni 2003 wird ein Online-Bestellsystem für Diamant Händler eingeführt. Mit dem neuen Service können Händler aktuelle Lager- und anzufertigende Produktionsware im Internet auf einer separaten Diamant-Händler-Seite bestellen. Neben den jeweiligen Verfügbarkeiten aller Modelle sind auch die ungefähren Liefertermine angegeben.

2005: Otto Müller II. * 1919 bis † 2005
Geboren am 20.11.1919 in Luzern, gestorben am 09.12.2005 in Bad Soden am Taunus.

2007: Familienunternehmen in 4. und 5. Generation
Diamant Schuhfabrik - Familienunternehmen in 4. und 5. GenerationNachdem Bianca Schraub (geb. Müller) bereits seit 1998 im elterlichen Betrieb tätig ist, tritt nun auch ihr Bruder Thomas Oliver Müller am 01.09.2007 in das Familienunternehmen ein. Wie auch seine Schwester vor ihm, wird er zunächst in der Herstellung arbeiten um die Produktionsabschnitte und Mitarbeiter besser kennen zu lernen. Von nun an arbeitet Familie Müller zusammen in 4. und 5. Generation.

2009: Neugestaltung Internetauftritt
2009: Neugestaltung Internetauftritt Nach über 10 Jahren wird der Internetauftritt des Unternehmens gänzlich überarbeitet um den wachsenden Anforderungen und Gewohnheiten der Internetnutzer gerecht zu werden. Für Kunden sowie für Händler gibt es unter der Adresse www.diamant.net ab sofort eine gemeinsame Ausgangsbasis für die Ansicht der Produkte, der Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen sowie viele weitere Informationen rund um die Produkte, das Zubehör und das Unternehmen. Endverbraucher können zudem Kontaktinformationen über Diamant Händler in Ihrer Nähe anfragen und zusenden lassen. Für Diamant Händler steht nach erfolgter Anmeldung das bereits 2003 eingeführte Bestellsystem mit zahlreichen Verbesserungen bereit.

2010: Diamant Online-Shop Zertifizierung
2010: Diamant Online-Shop Zertifizierung Viele Endverbraucher wundern sich über die fehlende Möglichkeit einer direkten Bestellung über einen Online-Shop auf der Unternehmenswebseite. Ein Direktverkauf auf www.diamant.net würde aufgrund der Popularität der Herstellerseite jedoch zu sehr vielen Kaufabschlüssen führen und somit eine große Konkurrenz für die eigenen Händler darstellen.

Um interessierten Endverbauchern den Kaufvorgang dennoch zu ermöglichen, wird eine Lösung gefunden. Über eine Weiterleitungsfunktion können sich Endverbraucher an Händler weiterleiten lassen, die den gewünschten Artikel führen und im Internet zum Kauf anbieten. Die Auswahl eines Händlers erfolgt über eine Liste von Diamant Händlern mit Online-Shops die für die Weiterleitungsfunktion zertifiziert sind. Die Zertifizierung stellt sicher, dass die auszuwählenden Händler langjährige Erfahrung mit dem Produkt, eine umfangreiche Auswahl an Schuhen und moderate Verkaufspreise aufweisen.

2011: Produktinnovation "Ballroom Sneaker"
2011: Produktinnovation "Ballroom Sneaker"Durch Anregungen aus der Salsa Szene und in enger Zusammenarbeit mit Tanzschulen wird als neue Produktlinie der Diamant Ballroom Sneaker präsentiert. Der Diamant Ballroom Sneaker, zunächst konzipiert und geeignet für die Ansprüche der Salsa Tänzer, wird jedoch vor allem für den Gesellschaftstanz im Tanzschulbereich interessant sein. Der neue Keilabsatz und die durchgehende Chromledersohle unterstützen den Mittelfuß und geben zusammen mit einer Fersenauftrittsfläche aus Gummi einen soliden Stand bei Figuren sowie Sicherheit bei schnellen Laufbewegungen. Daher verleihen Ballroom Sneaker Tanzschülern Sicherheit und kommen zudem in einem modernen und ansprechendem Schuhdesign daher.

2011: Photovoltaik-Anlage
2011: Photovoltaik-Anlage Um die durch Energienutzung verursachten CO²-Emissionen zu reduzieren, wird in nachhaltige und erneuerbare Energiegewinnung investiert. Eine Photovoltaik-Anlage mit verbauten Solarmodulen aus Mailand wird von einem regionalen Dienstleister auf die Dächer der Stepperei-Abteilung installiert. Die Solar-Anlage deckt einen Anteil des Energie-Eigenbedarfs mit bis zu 17 Kilowattstunden.

2012: Umstellung auf 100% regenerative Energie
2012: Umstellung auf 100% regenerative EnergieDa eine größere Photovoltaik-Anlage aus ökologischer Sicht nicht sinvoll ist, wird der restlich benötigte Energiebedarf ab dem 01.01.2012 von einem Ökostrom-Lieferanten gedeckt. Die Firma Lichtblick ist Deutschlands größter unabhängiger Energieversorger und liefert Energie aus 100% regenerativen Energiequellen.

2013: Neue Premium Produktgruppe
2013: Neue Premium Produktgruppe Mit dem Katalog für die Saison 2012/13 führt Diamant erstmals eine neue Premium Produktgruppe für fortgeschrittene Tänzer ein.

Mit den beiden neuen Herren Turniertanzschuhen "Diamant Flex" mit geteilter Sohle für den fortgeschrittenen Lateintänzer und dem "Diamant Comp" mit hauchdünner Vorderkappe und abgeschrägter Absatzkante für den fortgeschrittenen Standardtänzer werden die ersten beiden Premium Modelle vorgestellt.

2013: Neue Premium ProduktgruppeKurz darauf wird die Premium Produktgruppe ergänzt durch das neue High Tech Damen Trainer Modell 140 das vollständig aus Microfaser gearbeitet ist.

Das neue Trainer Modell kommt in den beiden Material Varianten schwarz und beige Microfaser auf den Markt und bietet besonders für das Training von fortgeschrittenen Tänzerinnen oder für lange Unterrichtstage von Tanzlehrerinnen die perfekten Eigenschaften:

Extreme Leichtbauweise (207 Gramm pro Schuh bei einer UK 5)
Kratzfestes Obermaterial
(stets gutes Erscheinungsbild und keine grauen Striche mehr)
Perfekte Lüftung
(atmungsaktives Futter und Obermaterial)
Fantastischer Comfort
(Schaftrand Polsterung und Diamant Comfort Fußbett)

2013: Die Schuhfabrik feiert "140 Jahre Schuhmanufaktur"
2013: Die Schuhfabrik feiert 140 Jahre SchuhmanufakturDie Firmengeschichte nahm ihren Anfang als Schuhmachermeister Eberhard Müller an seinem Hochzeitstag, dem 19. Mai im Jahre 1873 sein Ladengeschäft in der Ziegelgasse 12 am Liebfrauenberg in Frankfurt am Main eröffnete. Durch sein Unternehmertum und nicht zuletzt durch seinen Erfindergeist, der zum patentierten Angulus-Schuh führte, wurde der Grundstein des heutigen Familienunternehmens gelegt.

Aus Eberhard's orthopädischem, "fußgesunden" Schuhwerk wurden in den folgenden Generationen modische Schuhe für Damen, Herren und Kinder. Im Verlauf der Jahrzehnte entwickelten sich schließlich aus den Angulus Braut- und Abendschuhen die heutigen Diamant Tanzschuhe, damals wie heute bekannt für die bewährte Paßform durch jahrhunderte lange Erfahrung, Entwicklung und Verbesserung.

Am 19. Mai im Jahre 2013 blickt die Schuhmacherfamilie Müller und die gesamte Belegschaft der Diamant Schuhfabrik auf eine 140 jährige Tradition der deutschen Schuhmanufaktur zurück.

2016: Thomas Otto Müller erreicht das 50. Arbeitsjubiläum
2016: Thomas Otto Müller erreicht das 50. ArbeitsjubiläumAm 01.04.1966 tritt Thomas Otto Müller mit 17 Jahren in die Firma seiner Väter, die “Angulus Schuhfabrik” (heute Diamant Schuhfabrik) ein. Neben seiner täglichen Arbeit in der Schuhfabrik seines Vaters Otto Müller senior lernt er sein Handwerk in zahlreichen Praktikas in befreundeten Schuhfabriken sowie an der ARS Sutoria, dem renommierten Kolleg für Schuhdesign in Mailand, an dem er 1973 die Ausbildung zum Schuhmodelleur abschließt. 

Mit der Spezialisierung auf Tanzschuhe im Jahre 1982 steht Thomas Müller für die Neuausrichtung des Unternehmens auf die Herstellung von Tanzschuhen für den Weltmarkt sowie die Umfirmierung des Unternehmens auf den Namen “Diamant Schuhfabrik”. Heute führt er das Familienunternehmen gemeinsam mit seinen Kindern Bianca und Oliver. 

Herzlichen Glückwunsch zum 50. Arbeitsjubiläum! 

Wünschen Petra Müller-Unger, Bianca Schraub, Oliver Müller und die gesamte Belegschaft der Diamant Schuhfabrik Otto Müller KG

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